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MORALVERKEHR

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Lasst euch von unserem eigenen Blog -Moralverkehr- in die Welt von Whity und Lawry führen, die in ihrer Miau-Miau Bar mit Barkeeper Chris, über sich, die Welt, wichtiges- unwichtiges und dem ewigen Leid mit dem anderen oder eigenen Geschlecht philosophieren.

 

…just crazy Talk!

 

Natürlich freuen wir uns auf Eure Bloggs zu den Themen die Euch bewegen und  für alle Guerillas interessant sind.

 

Per Email an uns und los gehts! …

Erdbeererlebnis

 

Der Weg vom Eingang bis zum Tresen zog sich wie ein Ritt durch die Wüste auf einem lahmenden Maultier. Ich konnte den Sand der Sahara förmlich zwischen meinen Zähnen knirschen hören. Trotz des übermächtigen Durstes müssen bestimmte Rituale einfach eingehalten werden; so auch das Begrüßungsritual zwischen Chris, Bartender und mir,Whity einer verlorenen Seele auf der Suche nach alkoholischer Absolution.
„Chris“
„Whity“
Chris entfernte sich, ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen, und gab mir Zeit meinen Platz an der Theke standesgemäß ein zu nehmen. Erdnüsse rechts, Bierdeckel links, nicht zu nah an der Box. Gelegentlich hatte Chris den Drang, die halbe Welt mit akkustischem Neuland voll zu dröhnen; von meiner klitzekleinen Neigung zu zwanghaftem Verhalten ganz zu schweigen. Nichts für meinen angekratzten Gemütszustand; nicht nach diesem Tag.
„Wie immer,Whity?“
„Doppelt!“
„So ein Scheisstag?“
„Frag nicht..“

Natürlich würde, und sollte er fragen.
War das nicht in der Berufsbeschreibung für Bartender in der ersten Zeile zu lesen: „Fähigkeit zu verbaler und nonverbaler Kommunikation mit gescheiterten Existenzen unbedingt erforderlich.“?

Und Chris war gut in seinem Job; in jeder Hinsicht. Ihre Aufforderung endlich mit der Sprache raus zu rücken bestand aus einer hochgezogenen Augenbraue und einem Handtuch über der Schulter, das irgendwie wie angeklebt wirkte. Wenn ich drüber nachdachte ,konnte ich mich nicht erinnern jemals dieses Handtuch woanders als auf der linken Schulter gesehen zu haben.
„War heute einkaufen.“
„Wow! Soll ich die Suizidhotline anrufen? Ein echter Schicksalsschlag.“
Wie recht Chris damit hatte.
Trotzdem überhörte ich den unverhohlenen Spott. Spott und Chris gehörten zusammen wie Alpha und Omega, eine Symbiose aus Schmach und Selbstverliebtheit, die nur durch ihren Zynismus getoppt wurde.
„Whats love got to do with it..“krähte Tina Turner quer durch meine geliebte Miau Miau Bar. Konnte das aufgekratzte Huhn noch nie leiden und das wurde grade auch nicht wirklich besser.
Chris stellte mir ein paar Oliven hin und verschwand ohne weiteres zum anderen Ende des Tresens. Das war auch so ein Spielchen, sie wusste ganz genau das ich von den Dinger kotzen muss. Chris war in bester Stimmung; passte ja prächtig zu mir.
Mein Blick glitt durch die fast leere Bar und mich durchlief ein warmer Schauer, ob vom Alkohol oder dem heimelichen Gefühl zu Hause zu sein konnte ich nicht wirklich unterscheiden. Jedenfalls auf keinen Fall vom Gekrächze der Turner. Ike hatte doch irgendwie Recht gehabt.....
„Schiess los,Whity.“ riss Chris mich aus meinem fast Trance ähnlichem Zustand und da war sie wieder: die nackte Realität des vergangen Nachmittags. (Wie hatte mein Therapeut, Nummer 6 oder 7 so schön gesagt: akzeptieren und los lassen. Das Arschloch; lief bestimmt mit Gummimaske beim Rasen mähen rum oder lies sich in Windeln ans Klavier fesseln. Hab ihn gefeuert, scheiss Freak!
„Kennst du die „ich steh an der Kasse und bekomme zum dritten mal einen vollen Einkaufswagen in die Fersen gerammt“-Omas?“
„Klar, mindestens 73, kaum Haare und schauen dich, nach dem dein Unterschenkel zertrümmert neben der Kasse liegt,mit leicht vernebelten Blick an als ob du ihre fette Katze überfahren hättest.“
Chris traf wie üblich den Nagel auf den Kopf. Ich hoffte innständig dass da kein Rasen oder Klavier im Spiel war. Diesen Gedanken verdrängte ich sofort in die unterste Schublade meines Bewusstseins und warf den Schlüssel direkt mit weg.)
„Genau die hat mich heute erwischt...dachte ich.!“
„Dachtest du?“
„Dachte ich“
„Denken ist ne feine Sache.“
„4 mal rammte sie mir den Wagen in die Ferse. Jedes mal ein wenig heftiger.“
„Klingt nach Zufall. Die mochte dich,Whity.“
„Mir ist der Arsch geplatzt. Nix Zufall.Volle Absicht.“
Chris lachte unverhohlen,legte sich über die Theke zu mir rüber.
„Hast du sie mit Avocados und Nudeln beworfen?“ Wieder dieser Zynismus.
„Hast du 300 gesehen, Chris?“
„Warst du in einer Rüstung einkaufen, denn ohne wärs bei deinem, keinem 6pack echt peinlich?“ Das Grinsen würde ich am liebsten weg operieren, sehr witzig!
„Die Szene wo Leonidas den Perser ins Loch befördert?“
„Hast du?“
„Jap“
„Mit oder ohne?“
„ Mit oder ohne, was?“
„Na, es zu schreien!“
„Was zu schreien?“
„ Das ist Spartaaaaa!“
„Ohne…..vielleicht ganz leise. Bin mir aber nicht mehr so sicher.“
Chris bog sich vor Lachen und stiess dabei die Oliven vom Tresen; wenigstens etwas.
„Ich hab den Wagen voll erwischt. Der Pushkick meines Lebens. Die ist in die Erdbeeren gekracht, fast mit Überschall.“
„War aber eine leichte Omi.“
„Da liegt der Hase im Pfeffer. Es war gar keine Oma.“
„Nicht?“ prustete Chris mehr oder weniger.
„Nicht“
„Sag schon...“
„Meine 11jährige Nichte, die sich von hinten angeschlichen und mich ein wenig ärgern wollte. Sie hat mich zufällig an der Kasse stehen sehen…und hielt das für eine lustige Idee.
Bis heute mochten wir uns.
Hab sie nach Hause gefahren. Sie hat während der ganzen Fahrt kein Wort gesagt, obwohl ich die ganzen Erdbeerreste recht gut abbekommen habe.“
Ein eisiges Schweigen erfüllte den Raum. Chris wendete sich von mir ab und hatte plötzlich wichtigeres zu tun. Das hatte ich befürchtet. Bei Familie hört der Spaß auf, anscheinend auch für Chris.
Die restlichen gescheiterten Existenzen, die sonst wie Bioschleim den Tresen bevölkerten schienen sich in Luft aufgelöst zu haben. War ich grade Zeuge wie Zeit und Raum von meiner Peinlichkeit gekrümmt wurden?
Hawking hätte mir auf die Schulter geklopft oder eher an den Oberschenkel wenn man seine Sitzhöhe realistisch betrachtete.
„Hail, Hail Rock’n Roll!“ tröstete mich die Musik aus den Boxen und wie aus dem nichts stand er vor mir. Der größte White Russian den ich je gesehen hatte. Perfekt im Farbverlauf, der Kaluha war dezent zu riechen und zog leichte Schlieren durch Vodka und Cream. Ein Meisterwerk abendländischer Barkeeperkunst.
„Der geht auf mich,Whity.“sagte Chris und im Vorbei gehen,“... Familie ist schwierig“
„Jap, schwierig.“
-Hail, Hail Rockǹ Roll!!-

OH BABY ,FESSEL MICH !,

(BRAUCH ICH NICHT MEHR, WIR SIND JA  JETZT ZUSAMMEN…)

 

Fast täglich lief ich die letzten Wochen auf meinem Heimweg an das „Miau Miau“ vorbei. Bis auf einen kleinem Schild mit der Aufschrift „Neueröffnung am…..“ konnte man aber im Vorfeld nichts von der Einrichtung und dem Ambiente sehen oder erahnen. Aber  es war mir auch  total Egal ob ich bei der Opening –Party auf Bananenkisten, oder auf schön gepolsterten Hockern, gestützt von einem Gestänge aus feinstem Chrom aus Rom sitzen würde. Hauptsache wir hatten einen Ort wo an dem wir für ein paar Atemzüge kurz „Pause“ vom Leben machen können, und um seinen Gaumen mit einem Singlemalt zu verwöhnen, oder  bei chilliger  Guter Musik und netter Gesellschaft seinen  Denkprozessor mit ein bis zwei kurze zu desinfizieren oder mit  einem  gut gemixtem Cocktail ordentlich Zucker auf unsere Gedanken kippen. Ja,  genau das wollte ich.

 

Und als ich das das Schild auf der Scheibe des „Miau Miau“ das erste Mal sah, wurde mein Wunsch zu einem unverzichtbarem  Verlangen dass man brauchte um mal laut oder leise ein paar von den 60 000 Gedanken, die wir tagtäglich in uns hin und her schieben, zu Ende zu denken. Und das entweder alleine im stillen, oder laut  in der Gesellschaft mit Freunden.

 

Hatten wir unsere Oase hier  im Miau Miau gefunden?

Wie dem auch sein, die Opening Party war auf jeden Fall zufriedenstellend, und auch das gemütlche und nicht überfrachtete Ambiente erzeugte den Wunsch nach Wiederkehr. Da waren wir also. Das Trio Infernal bei  der Eröffnungsfeier, und wir hatten es ordentlich krachen lassen. Unsere Kampftruppe bestand aus meiner Wenigkeit, Lawry, einem Anwalt, Anfang 40 mit starkem Hang zur Gesellschaftkritik, den er gerne mit seinem grenzwertigen Sarkasmus verarbeitet und Whity: Vielseitig, Piercing Papst, Veranstalter von schlüpfrigen Partys,Boxer, schillernde Szenegröße und Hobby Blogger. Selbstverständlich sind wir auch überzeugte Weltverbesserer. (Aber keiner von uns hat in der Kindheit gerne sein eigenes Zimmer aufgeräumt)

 

Es war bereits der Frühe Morgen, die kleine Bar war nur noch bis zur hälfte gefüllt. Die meisten waren schon längst weg, und ein paar neue waren dafür gekommen. Einsame Randexistenzen, Flüchtlinge, Denker, Freigeister, die sich solidarisch und ausgewogen (ausnahmsweise auch) mit kleinem Lichtern einen Raum teilen durften. Ich denke, die Philosophie des Miau Miau, sofern diese nach deren Geburt schon Bestand hatte, war es jedem Querdenker und Denkverbrecher eine Zwischenstation des Friedens geben zu können.

Zwischen den Rauchschwaden und den Silhouetten der Besucher konnte ich die Umrisse von Lawry sehen der mit seinem Handy am Ohr draußen Nervös, und mit angespannte Gesichtszügen auf und ab lief, und dann stehenbleibend in meine Richtung schaute. Dann hob er seine Hand, und bildete mit Daumen und Zeigfinger einen Kreis, den er dann mit einer Kippbewegung vor seinem offenen Mund hielt..

 

„Was will der? und mit wem Quatscht er die ganze Zeit ?“  zischte mir der gut gelaunte Whity zu meiner linken ins Ohr, der mit mir in Lawrys Richtung schaute.

 

„Ich glaube einem Konflikt mit irgendeiner Tante aus Russland. Und Durst hat er auch“

 

„Der soll mal langsamer werden,  der steht doch schon den ganzen Abend  völlig unter Strom. Es hat gerade angefangen zu regnen, unser Glückspilz des Tages “ Whity klopfte mir auf die Schulter „ Ich geh mal eben Pissen“.

 

Ich drängelte mich wieder zurück zur Theke wo Chris, Brünette Augenweide und Inhaberin in Person gerade zwei dunkle Kaffeebohnen in die Sambucca Shorts legte. Von dort aus beobachtete ich ein Pärchen (Beide Rotzevoll), welches sich bereits an der Theke festhalten musste, weil das Haus sich so schnell um die beiden drehte. Er, (Weißes Hemd und Krawatte) war mit seinem Smartphone beschäftigt, als Sie (Enge Jeans, Sneakers, und Zopf) vor ihn gestikulierte. Sofern ich mich erinnere, gehörten die beiden zu einer Gruppe, wo der Rest von denen entweder bereits zu dieser Zeit im Bett lag, oder alternativ gerade auf der der Heimfahrt das Taxi vollkotzte.  Folglich versuchte sich der schöne Zopf gerade hinzustellen und eine ebenso gerade Frage zu formulieren. Irgendwie ahnte ich es schon in welche Richtung diese Diskussion führen würde.

 

„Hasse der Alten schon eine Freunschaffsfrage ge..ge..gesimpst ?“

 

„Nein, das brauche ich nicht, ich kenne Sie noch aus der Berufsschule. Sie hat auch einen Freund“

 

„Wie die Schlampe dich die ganze Zeit angekuckt hat“

 

„Hör auf mit diesem Eifersuchtsscheiss auf. Du hast nur das gesehen, was Du sehen wolltest “

 

„Ich bin nicht eifersüchtig, es geht ums Prinzip“

 

„Ja, wie sollte es auch anders sein“

 

Die beiden führten ihre Diskussion nach einer üblichen Klischeeroutine fort. Die Kernfrage, wer Recht und Schuld sollte aber nicht an diesem Ort und zu dieser Zeit geklärt werden.  Höchstwahrscheinlich wird dieser Konflikt genau so wie die vielen anderen auch von den beiden in den nächsten Jahren weiter geführt und mit gegenseitigen Vorwürfen gedünkt. Am Montag  werden sie aber eine Pause machen wenn der Alltag wieder da ist und dann werden sich mit viel wichtigeren Fragen auseinandersetzen. Bundesligatabelle, Bohlens Superstar,der  Bandwurm der Katze ,das Alkoholverhalten der Nachbarn sowie Merkel und die Tagesnachrichten.

 

Als der Pferdezopf die Unterhaluntg und das Mia Miau zuerst verlies, hätte Sie fast Lawry umgerannt, der  beim wieder reinkommen verbissen  auf  das Display seines Smartphones staarte und seine Unterhaltung anscheinend mit elektonischen Kurznachrichten fortsetzte.

 

„Ich hab kein  Bock mehr mit ihr weg zu gehen, jedes mal der selbe Scheiss“, sagte ihr Typ und  legte hastig ein paar Geldscheine auf die Theke und eilte hinterher. Wenig später saßen wir wieder vollzählig an der Theke. Chris war sehr zufrieden mit der Opening Party und wollte aber gleich den Laden schließen und spendierte uns noch einen Absacker. Sie servierte Wodka, den der lallende Lawry aber ablehnte, und berichtete uns das das Paar von eben sich wohl den ganzen Abend gestritten hatte, und das Sie auch nicht „ohne“ war und sich beim tanzen und Arschwackeln durch gierige Blicke und mit Freidrinks ihren Marktwert schätzen liess.

 

„Da ist die Luft anscheinend schon länger raus“, stellte ich fest.

 

Whity, betrunken, aber dennoch nicht mit Weisheit mangelnd  hatte einen anderen Eindruck.

„So wie ich das mitbekommen habe, war da noch nie Luft drin und die beatmen sich beide künstlich“

„Das erinnert mich ein bisschen an Zuhause“, zwinkerte die brünette Chris.

„Ey, könnt ihr mal aufhören, ich versuche mir hier gerade was aufzubauen…euer gerede stört gerade meine i…in..internationalen Verhandlungen“

„Dann solltest Du mal über eine andere Strategie nachdenken“, sagte Whity und bat Lawry sein Handy wenigstens ini den letzten gemeinsamen Minuten beiseite zu legen.

 

Wir redeten darüber warum so viele Beziehungen sich immer wieder zerlegten und sich immer wieder zusammenflickten. Über denn Sinn und Unsinn vom Kompromissen.Jeder von uns hatte  und kannte ja genügend Beispiele aus dem eigenen Leben und dem Bekanntenkreis. Wir alle sind Verrückt nach diesem Thema und wir haben auch alle sepezielle, direkt auf uns selbst ausgerichtete Vorstellungen was eine Romantische Beziehung für uns selbst alles Leisten muss.  Wir tranken, und tauschten unsere Gedanken zum Thema Baus. Chris war sehr davon angetan den Abend einem tiefer gehendem Gespräch beenden zu dürfen. So schnell wie die Sätze aus ihrem Mund heraus fielen, schien ihr dieses Thema im Moment auch  zu beschäftigen. Während Joe Cockers „Unchain My Heart“ Lawry zum Wippen brachte, stellte sie zudem fest:

„Es geht doch im wesentlichen Darum den, oder die eine zu finden, also einen bestimmten Menschen, den wir brauchen, um Glücklich zu werden. Jemanden, mit denen wir unsere Festung bauen können, um vor einer gefährlichen Welt beschützt zu sein“

„Genau, weil wir erst dann vollständig sind, und dann alles teilen können“ meinte Whitey

Lawry packte sein Handy in die Tasche und legte die kritisch die Stirn in Falten.

„Ja, wie jetzt ?..Sind wir denn so NICHT vollständig. Bin ich also gerade nur ein halber Mensch oder was ?...Ein Behinderter, der unvollständig durchs Leben geht ?“

„Naja, irgendwie schon“ stellte ich fest. „So ist eben das Spiel, und das sind die Regeln“

„Du behauptest  also, ich bin Behindert ?“

„WIR alle sind behindert, Lawry“, teilte ich meine Feststellung mit gehobener Augenbraue mit. Chris hatte mitlerweile die Türe abgeschlossen und gesellte sich zurück zur Theke und füllte erneut unsere Gläser.

„Meine Herren, ich verrate euch mal ein paar wichtige Dinge über uns und wie wir in unseren Zweisamkeiten ticken, wenn wir glauben in Konkurenz zu geraten. Andere Frauen sind eine Gefahr für unsere Beziehungen, vor denen wir uns und unsere geschätzte Zweisamkeit schützen müssen. Dadurch investieren wir sehr viel Energie darin, diese Gefahren zu minimieren. Wir sorgen dann dafür das er sich bei uns sehr wohl fühlt, indem wir euch unter anderem das Hirn aus dem Schädel blasen.Danach versuchen wir euch zu kontrollieren, und erziehen euch dazu dass wir euch nicht lange alleine lassen dürfen, und auch dazu, dass wir immer wissen wo ihr seit, und was ihr gerade macht. Na Herr Anwalt, Sie wissen doch was ich damit meine, oder ?“ lächelte Chris und deutete auf ihr Smartphone das neben der Kaffeemaschine lag.

Whity lachte und klopfte den ertappten Lawry auf die Schulter.

„D..da kann man sich ja dann schöne Indianische Namen geben“, lallt Lawry, der Simser mit dem glasigen Blick.

„Und die da wären“

jetzt war ich natürlich neugierig. Lawry lachte zunächst aut, weil er kannte seine eigens komponierte Pointe ja schon.

„Der der immer da ist“

„Ach der“ gröhlte Whity. Damit hatten wir wohl die anfangs schüchtern wirkende Chris aus ihrem Schneckenhaus gelockt, und Sie lachte mit uns und spendierte noch einen „Absacker“.

Von diesem Moement an war ich mir sehr sicher, dass wir wiederkommen würden.

Wir entscheiden selbst, welchen Moment der Wirklichkeit wir hindurch lassen.

Wir leben in einer Welt, in der Besitz die Voraussetzung für Erfolg ist, wenn das so ist, was war denn mit Mutter Teresa?

Wir wachsen nur mit den Problemen, die wir bewältigen

Mit der gleichen Kraft, die bremst, kannste auch Gas geben